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Der Weihnachtswahnsinn – Steht der Neujahrsvorsatz schon fest?!

Der Altweibersommer war herrlich, der Herbst kühl und trüb und nun steht die kalte Jahreszeit vor der Tür und mit ihr auch einer der schönsten Zeiten im Jahr. Die Adventzeit und ihre vorweihnachtlichen Traditionen locken mit vielerlei Leckereien. Ich persönlich bin eher ein Grinch, denn nach mehreren Jahren im Handel kann ich nicht nachvollziehen, wieso die schönste Zeit des Jahres mit Kaufrausch, Aggressivität gegenüber Verkaufspersonal, Streit um Parkplätze oder Einkaufswägen, Gerangel an Kassen und Bedientheken einhergeht. Alle wünschen sich zu Weihnachten Liebe und Frieden. Da vergeht einem glatt die Vorfreude auf Weihnachten, denn der Weihnachtsfrieden scheint da eher in die Ferne zu rücken. Aber ich habe mich vor sehr langer Zeit beruflich neu orientiert und siehe da, mit etwas Abstand kann man der Weihnachtszeit auch wieder etwas abgewinnen. Wenngleich uns diese Zeit vor spezielle Herausforderungen stellt.

Weihnachtsmärkte, Firmenfeiern, geselliges Beisammensein mit Freunden und Familie, üppiges Essen, prall gefüllte Keksteller und natürlich den heißen Glühwein nicht zu vergessen, den man an kalten Tagen mit den fast gefrorenen Händen sehr gerne umklammert. Eine tolle Zeit! Doch am Ende, wenn die Feierlichkeiten ihren Höhepunkt haben, kann und will man schon gar nicht mehr essen. Es ist der allseits bekannte kulinarische Weihnachtswahnsinn, der uns mit besonders motivierenden Vorsätzen ins neue Jahr entlässt: Die Kilos, die man sich speziell in der Weihnachtszeit angefuttert hat, wieder loszuwerden. Neues Jahr! Neuer Vorsatz! Doch es ist immer der gleiche Vorsatz: Ich will gesünder leben, abnehmen und mehr Sport treiben. Kennst du das? Ich habe die gut gemeinten Neujahrsvorsätze schon vor einiger Zeit begraben und verzichte darauf, denn es braucht kein neues Jahr oder neues Leben, um seine Vorsätze endlich umzusetzen. Auch Verzicht ist nicht unbedingt hilfreich, denn es schürt nur die Lust auf Verbotenes. Was will ich eigentlich sagen, denkst du dir vielleicht?

Genuss ohne Reue! Ein Leitspruch von Mala’s kitchen. Bewegung mit Freude! Ebenfalls ein wichtiges Motto für mich. Die Vorweihnachtszeit ist eine ganz besondere Zeit. Man rückt näher zusammen, kommt vielleicht wieder etwas mehr bei sich an und genießt das Leben und die zugehörigen Leckereien in vollen Zügen. Das ist alles ok! Wer jedoch nicht zu einem Neujahrsvorsatz gezwungen werden möchte, der wieder heißt: „Dieses Mal schaffe ich es, abzunehmen, gesünder zu leben und Sport zu treiben!“, dem kann ich ein paar Tipps empfehlen, damit die Zeit eine genussvolle Saison wird und hinterher keine Reue entsteht.


Tipps für den Genuss ohne Reue in der Weihnachtszeit

  • Grundsätzlich jede Mahlzeit in Ruhe genießen, mehrmals kauen und auf das Sättigungsgefühl achten, denn das braucht im Schnitt gut 20-30 Minuten. Daher langsam essen.
  • Viel trinken! Nein, nicht viel Alkohol trinken. In erster Linie viel Wasser trinken, denn unser Körper besteht zu einem Großteil daraus. Alternativ kann man auch ungesüßte Tees trinken oder gelegentlich auch mal einen ungesüßten Fruchtsaft, den man mit Wasser mischt.
  •  Was tun, wenn der Glühwein ruft? Glühwein und Punsch ist ja ernährungstechnisch fast der Supergau. Das Zucker-Alkohol-Gemisch schmeckt lecker, liefert aber keine wichtigen Nährstoffe und landet eigentlich recht rasch auf den Hüften oder sonstigen Problemzonen. Gelegentlich ist gegen einen Glühwein nichts einzuwenden. Wer aber mehrmals wöchentlich einen Weihnachtsmarkt besucht, kann auch mal zu Alternativen greifen, wie z.B. Tee. Ein ungesüßter Früchtetee hat oft die gleiche Farbe wie ein Punsch und wenn der Teebeutel nicht im Häferl hängt, fällt es niemandem auf, dass man auf Alkohol verzichtet. Dadurch kannst du eine gehörige Menge an Kalorien einsparen.
  • Der prall gefüllte Keksteller lockt mit einer Vielzahl an aufwändig dekorierten Leckereien. Man greift sich eines nach dem anderen und mit einem Biss ist der Keks auch schon verspeist. Nach mehrmaligem Zugreifen und Genießen weiß man dann gar nicht, wieviel man schon gegessen hat. Daher als kleiner Tipp: Nimm dir vom Keksteller ein paar Kekse und lege sie dir auf eine Serviette oder einen Teller. Beschränke dich beim Verzehr auf diese Menge und greif nicht weiter zu. Warum? Traditionell zubereitetes Weihnachtsgebäck besteht zu einem hohen Anteil aus Fett und Zucker. Bereits eine Handvoll Weihnachtskekse decken dann bereits den halben oder sogar gesamten Kalorienbedarf eines Erwachsenen ab. Nur wer weiß, wieviel er oder sie isst, kann auch Maß halten. Wenn du Kekse ohne Reue genießen möchtest, wirst du HIER sicher fündig.
  • Was tun, wenn das nächste Firmen- oder Familienessen ruft? Versuche die klassische Beilage wie Salat und Gemüse zu deiner Hauptspeise zu machen und reduziere Fleisch, Nudeln und Reis eher auf Beilagenniveau. Im Restaurant wünscht man sich zufriedene Kunden, daher werden Änderungen gerne entgegengenommen. Ruhig mal eine Beilage durch Gemüse ersetzen.
  • Regelmäßig essen! Faste nicht den ganzen Tag, weil am Abend ein üppiges Essen auf dich wartet. Iss mehrmals täglich und regelmäßig, um deinen Körper mit ausreichend Energie und Nährstoffen zu versorgen. Wenn abends ein mehrgängiges Menü wartet, iss morgens und mittags etwas Leichtes und versuche das Menü so anzupassen, dass du angenehm satt bist, aber nicht das Gefühl hast, es muss danach jemand die Steine aus dem Bauch schneiden. Schließlich ist man nicht der böse Wolf, der die Großmutter gefressen hat.
  • Versuche mehrmals in der Woche auf ausgewogene Ernährung zu achten und nicht zu völlern. Wer z.B. 5 Tage in der Woche konsequent darauf achtet, kann auch 1-2 Tage Völlerei gut wegstecken, ohne dabei Gewicht zuzunehmen. Verschiedene Intervallfastenmethoden könnten hierbei helfen. Näheres zu meinen Erfahrungen mit der 16/8-Intervallfastenmethode findest du HIER.
  • Viel Bewegung an der frischen Luft machen. Auch wenn das Wetter nicht unbedingt dazu einlädt, versuche im Alltag ein paar Schritte einzubauen. Benutze Treppen statt mit dem Lift oder der Rolltreppe zu fahren. Bewegung regt den Stoffwechsel an. Es muss nicht immer Sport sein, denn auch ein Spaziergang an der frischen Luft tut gut, stärkt unser Immunsystem und hilft auch bei der Aufnahme von Vitamin D.
  • Sport ist natürlich eine gute Möglichkeit, den Stoffwechsel anzukurbeln und die Fettverbrennung zu verbessern. Wichtig dabei ist jedoch, auf Trainingszustand, Witterungsverhältnisse, Ausrüstung und Regelmäßigkeit zu achten. Wer ein einziges Mal in 4 Wochen läuft, wird eher weniger positive Effekte erleben. Daher mehrmals wöchentlich Sport treiben und hierbei auch für Abwechslung sorgen. Für Anfänger eignet sich vor allem Nordic Walking. Hierbei kann ich dich gerne unterstützen. Näheres dazu findest du HIER.


Es mag nicht viel Neues in meinen Tipps dabei sein, aber diese können dir dabei helfen, die Weihnachtszeit genussvoll zu erleben, ohne hinterher Reue zu verspüren. Natürlich ist Maß halten ein wichtiges Thema dabei. Aber ich persönlich bin der Überzeugung, dass ich lieber von allem in Maßen genießen darf, als von verbotenen Genüssen zu träumen! Genieße ohne Reue und bewege dich mit Freude!

Alles Liebe und wundervolle Adventzeit,

Martina

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