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Beerenliebe

Jeden Sommer erfreuen wir uns an der Vielzahl verschiedenster Beeren. Doch wusstest du, dass aus botanischer Sicht Bananen, Zitrusfrüchte, Datteln, Melonen, Avocados, Tomaten und Paprika ebenfalls zu den Beeren zählen? Umgangssprachlich wird der Begriff „Beere“ für kleine, süße Früchte, die oft rundlich und kräftig gefärbt sind, verwendet. Die beliebtesten und bekanntesten Beeren sind wohl die Himbeere, Brombeere, Erdbeere, Johannisbeere und die Heidelbeere. Sie haben viel zu bieten, doch nicht jede dieser süßen Früchtchen zählen zu den Beeren. Sehr verwirrend oder?

Erdbeeren:
Sie sind bereits seit der Steinzeit ein wichtiger Bestandteil der menschlichen Ernährung. Bereits im Mittelalter wurden sie in Europa angebaut. Doch aus botanischer Sicht zählt die Erdbeere gar nicht zu den Beeren, sondern zu den Sammelfrüchten bzw. Sammelnussfrüchten. Es sind Scheinfrüchte von Nüsschen. Die grünen Nüsschen sitzen auf dem roten hochgewölbten fleischigen Blütenboden. Erdbeeren zählen zu den nichtklimakterischen Früchten, sie reifen nicht nach, wenn sie unreif gepflückt werden. Daher ist nach der Ernte ein rascher Verzehr zu empfehlen.

Himbeere und Brombeere:
Welche Überraschung?! Sie zählen auch nicht zu den Beeren, sondern zu den Sammelsteinfrüchten. Das ist eine spezielle Fruchtform, bei der sich aus den zahlreichen Fruchtblättern je eine kleine Steinfrucht entwickelt, die untereinander zusammenhaften. So lassen sich diese Früchtchen als Ganzes gut vom Strauch pflücken.

Rote Johannisbeere oder auch Ribisel genannt:
Sie zählt nun wirklich zum Beerenobst und wird auch als Zierpflanze genutzt. Die roten Perlen leuchten Ende Juni von den Sträuchern und werden aufgrund ihres säuerlichen Geschmacks gerne zu Marmelade und verarbeitet.

Heidelbeere oder auch als Blaubeere bezeichnet:
Sie gelten als heimisches Superfood und färben beim Verzehr so manche Zähne und Zunge blau. Sie eignen sich hervorragend zur Zubereitung von Marmeladen und Säften. Sie peppen so manche Süßspeise oder Kuchen sowohl farblich als auch geschmacklich auf. Die Heidelbeere ist eine der beliebtesten Beerensorten und liefert viele Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe.

Was haben alle diese süßen Früchtchen gemeinsam?
Sie enthalten besonders viele Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe, die Alterungsprozesse verringern können, Entzündungen hemmen und aufgrund ihres Ballaststoffanteils verdauungsoptimierend wirken. Außerdem wirken viele dieser Früchte positiv auf das Herz-Kreislauf-System und beugen Erkrankungen vor.

Die kräftigen Farben dieser kleinen Gaumenfreuden rufen förmlich danach, herzhaft zuzugreifen. Und zu Recht! Ihr süßlich-säuerlicher Geschmack lockt nicht nur Naschkatzen an, vor allem der große Gehalt an wichtigen Nährstoffen lässt diese Früchte zu einem wichtigen Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung zählen. Daher: Greif zu und lass es dir schmecken! Beerenliebe bedeutet: Naschen ohne Reue!

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